Renovierungskosten absetzen – Steuern sparen bei der Badsanierung

Steuern sparen mit einer Badsanierung? Ja, das ist möglich! Finanzämter können insbesondere jenen Teil der Modernisierungs- und Renovierungskosten anerkennen, der auf Handwerkerleistungen entfällt. Diese Kosten sind vom Einkommen steuerlich abzugsfähig und können daher die jährliche Einkommensteuerlast vermindern. Wir erklären Ihnen, was Sie wissen müssen und welche Punkte entscheidend sind, um die Steuerersparnis zu erhalten.

Eine Grundlage ist Paragraph 35a im Einkommensteuergesetz; kurz EStG. Dieser Gesetzestext setzt sich mit haushaltsnahen Diensten und mit Handwerkerleistungen auseinander. Im dritten Absatz geht es konkret um Renovierungen und Modernisierungen. Demnach können bis zu 20 Prozent der Kosten auf die Steuer angerechnet werden, maximal jedoch 1.200 Euro im Jahr. Das bedeutet, dass der Staat bis zu 6.000 Euro an nachweislich erfolgten Zahlungen in Zusammenhang mit Renovierungsleistungen wie einer Badsanierung in der Steuerberechnung berücksichtigt.

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Inhaltsverzeichnis

Wann ist eine Badsanierung steuerlich abzugsfähig?

Um in den Genuss der Steuerersparnis nach EStG zu kommen, müssen vier grundsätzliche Bedingungen erfüllt sein. Wir empfehlen Ihnen, diese Punkte bereits vor der Badsanierung zu studieren, damit Sie auch sicher alle Voraussetzungen erfüllen können.

  • Sie vergeben den Auftrag für die Badsanierung als Privatperson.
  • Die Badsanierung findet in einer Immobilie statt, die von Ihnen oder von Ihren Kindern selbst genutzt wird: Das kann das eigene Haus oder eine selbst genutzte Eigentumswohnung sein. Sogar Zweitwohnungen, Ferienwohnungen oder Wochenendhäuser können in diese Kategorie fallen, solange sie ausschließlich selbst genutzt werden (für Immobilien, die Sie an andere Nutzer vermieten oder verpachten, gelten andere Regeln – nachzulesen im Abschnitt „Badsanierung in der vermieteten Wohnung“).
  • Sie müssen eine Handwerkerrechnung vorlegen, auf der Arbeitskosten und sonstige Kosten getrennt aufgeführt sind. Grundsätzlich sollte der Arbeitskostenanteil an den Gesamtkosten klar aus der Rechnung hervorgehen.
  • Die Handwerkerrechnung für die Badsanierung wird per Überweisung von einem Konto oder per Kreditkarte bezahlt – Barzahlungen akzeptiert das Finanzamt in diesen Fällen nicht.

Sogar als Mieter können Sie die Kosten für eine Badrenovierung steuerlich geltend machen. Das funktioniert aber in der Regel nur, wenn Sie die Arbeiten selbst in Auftrag gegeben und auch selbst bezahlt haben.

Wie genau erfolgt der Nachweis der Renovierungskosten für das Finanzamt?

Damit Sie die Steuern sparen können, müssen Sie das Finanzamt über die entstandenen Kosten informieren. Das geht über die jährliche Einkommensteuererklärung. In dieser geben Sie nicht nur die Kosten für die beanspruchten Handwerkerleistungen an, sondern belegen diese auch, indem Sie den entsprechenden Kontoauszug beifügen. Dieser Nachweis der erfolgten Überweisungen genügt zunächst. Original-Rechnungen müssen Sie nur vorlegen, falls das Finanzamt diese explizit nachfordert.

Welche Kosten der Badsanierung sind im Detail absetzbar?

Steuerlich relevant ist an oberster Stelle der Lohn für die beauftragten Handwerkerleistungen. Darüber hinaus erkennt das Finanzamt diese Posten an:

  • Fahrtkosten der Handwerksbetriebe
  • Gerätekosten
  • Verbrauchsmittel wie Schleifmittel oder Pinsel
  • Arbeitskosten für die Abfallentsorgung im Rahmen des Sanierungsauftrags

Nicht absetzbar sind hingegen sämtliche Materialien, die direkt in das neue Bad einfließen. Dazu zählen beispielsweise:

  • Wandfarbe
  • Fliesen
  • Sanitärobjekte
  • Badmöbel und Badheizkörper

Genau deshalb ist es auch so wichtig, dass die Handwerkerrechnung die Arbeitskosten separat ausweist: Die Kosten für die genannten Gegenstände und Grundstoffe können nicht für die Steuer berücksichtigt werden.

Badsanierung in der vermieteten Wohnung

Auch Vermieter können die Kosten für ein neues Bad von der Steuer absetzen. Das erleichtert manche Investitionsentscheidung. Denn schließlich kann ein modernes Bad im klassischen Stil die Attraktivität einer Wohnung für potenzielle Mieter deutlich erhöhen. Das gilt sowohl für Stadtwohnungen als auch für Ferienimmobilien. Am Ende des Tages hängen die potenziellen Einkünfte aus der Vermietung auch mit der Qualität der Ausstattung zusammen. In diesem Rahmen betrachten auch die Finanzämter die Badsanierungskosten, für die Eigentümer von Mietimmobilien selbst aufkommen.

Eine Badsanierung kann entweder als Herstellungskosten oder als Erhaltungsaufwendungen gegenüber den Steuerbehörden geltend gemacht werden.

  • Als Erhaltungsaufwand gilt eine Badsanierung, wenn die für ein Bad wesentlichen Einrichtungen und Anlagen zuvor bereits vorhanden waren und im Zuge der Sanierung erneuert werden. Es sollte also in diesem Fall beispielsweise kein zusätzlicher Wohnraum entstehen oder ein vorher anderweitig genutzter Raum neu als Bad eingerichtet werden. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können Sie die Sanierungskosten schon im Jahr der Bezahlung in voller Höhe geltend machen. Dazu geben Sie die Kosten als Werbungskosten in der Anlage „Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung“ in Ihrer Steuererklärung an.
  • Im Einzelfall können Kosten für eine Badsanierung aber auch Herstellungskosten nach Paragraf 255 des Handelsgesetzbuchs sein. Das gilt vor allem dann, wenn der Sanitärbereich zusammenhängend Heizungen, Elektroanlagen oder Fenstern erneuert wird. Laut Rechtsprechung liegen Herstellungskosten vor, wenn in mindestens drei der vier genannten Kernbereiche wesentliche Verbesserungen oder Ergänzungen stattfinden. Die Finanzbehörden gehen hierbei davon aus, dass der Standard der gesamten Immobilie auf ein neues Niveau gehoben wird. In solchen Fällen können Sie die Badsanierungskosten auf den ursprünglichen Wert der Immobilie aufrechnen und verteilt auf mehrere Jahre abschreiben. Die Badsanierung erhöht in diesen Fällen den Euro-Betrag der jährlichen Abschreibung auf die Immobilie. Der Standardsatz für die Abschreibung liegt bei jährlich zwei Prozent des Immobilienwerts, gerechnet auf eine Lebensdauer der Immobilie von 50 Jahren.

Fazit: Renovierungskosten absetzen mit guter Planung und Abrechnung

Wie sich herausstellt, gibt es verschiedene Modelle, um den „Fiskus“ an den Kosten einer Badsanierung zu beteiligen. Welches Modell in Ihrem konkreten Fall infrage kommt, hängt von der individuellen Situation ab. Manche Badsanierungen können in den Grenzbereich fallen zwischen Erhaltungsaufwand und Herstellungskosten. In solchen Fällen kann es sich lohnen, vorab mit einem Steuerberater die Details zu klären. In jedem Fall ist aber eine saubere Planung der Badsanierung hilfreich und eine saubere Kostenaufstellung für die steuerlichen Nachweise nötig. Und hier sind wir von Banovo jederzeit zur Stelle und begleiten Sie auf dem gesamten Weg zum perfekten Bad.

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Verwendete Quellen:

https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html< /br> http://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__255.html

https://www.finanztip.de/handwerkerkosten/

https://www.finanztip.de/erhaltungsaufwand/

https://www.grosse-dahlmann.de/shk/foerdermittel/handwerker-freibetrag-steuerbonus

https://www.smartsteuer.de/online/lexikon/g/gebaeude-anschaffungsnahe-herstellungskosten-oder-erhaltungsaufwand/

https://www.vlh.de/wohnen-vermieten/vermietung/renovierungskosten-fuer-vermietete-immobilien-absetzen.html

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