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Der Altbau: Unbestreitbar charmant und doch voller Tücken

Mit ihren hohen, stuckverzierten Decken, knarzenden Dielenböden und ihrem ganz eigenen Raumgefühl ist der Altbau der Wohntraum vieler Städter. Diesen Charme gilt es bei einer Sanierung zu erhalten. Aber gerade beim Badezimmer stößt man auf viele unvorhergesehene Herausforderungen: Schwierige Grundrisse, feuchte Wände und eine veraltete Sanitärtechnik sind nur drei davon.

In Berlin gehören Altbauwohnungen zum Stadtbild wie sonst kaum irgendwo. Banovo Regionalleiter Brian Robert kann mit seinem Berliner Team daher auf einen echten Erfahrungsschatz zurückgreifen. Im Folgenden haben wir seine Top 10 Experten Tipps von der Planung bis zur Umsetzung für eine gelungene Altbausanierung zusammengefasst, damit der Altbautraum im Badezimmer nicht zum Alptraumbau wird.

  1. Gut geplant ist halb gewonnen: Schwierige Grundrisse erfordern eine schlaue Raumaufteilung.

Altbau-Badezimmer sind selten großzügig angelegt, die vorhandenen Räumlichkeiten oft schwierig geschnitten: Meist verwinkelt, sehr schmal und eng. Das Schlauchbad ist so ein typischer Grundriss, den wir im Altbau häufig vorfinden. Aber wenn man bei der Planung neue Wege geht, kann man einem Raum ganz ungeahnte Potenziale entlocken. Z.B. durch Umstrukturierungen der Sanitärbereiche – einfach mal ganz neu denken und sich von der bisherigen Anordnung von Dusche, Toilette und Waschbecken lösen. So haben wir z.B. in einem Schlauchbad den Duschbereich bei einem unserer Kunden mitten im Raum platziert und durch Falttüren nahezu unsichtbar gemacht. Ein enormer Effekt und Raumgewinn.

  1. Aus der Not eine Tugend machen: Bei hohen Decken Stauraum nach oben auslagern.

Fast 3 Meter hohe Decken sind oft Standard bei Altbauräumen. Bei der Badsanierung muss man solche Gegebenheiten ausnutzen. Es bietet sich daher natürlich besonders an, Stauflächen in die Höhe zu planen, zum Beispiel in Form von Hochschränken. Diese gibt’s heute für fast alle Raumhöhen passend nach Maß. Durch die Hochschränke wird sonst ungenutzter Platz bestens ausgenutzt. Sind alle Utensilien einmal verstaut, wirkt der Raum auch gleich aufgeräumter und strukturierter. Es wäre allerdings schade, den ganzen Platz für Hochschränke zu nutzen. Denn hohe Decken bieten auch tolle Gestaltungsmöglichkeiten für Hängeleuchten, Wanddekoration oder Wandfarbe.

  1. Die Quadratmeter überlisten: Durch optische Effekte Räume größer wirken lassen.

Mit kleinen Tricks kann man ein kleines Bad allein durch die Ausstattung optisch größer und luftiger wirken lassen. Hierfür eignen sich in erster Linie helle Badmöbel und klare Linien im Design. Es gibt mittlerweile auch eine Vielzahl an kleinformatigen und anders geformten Sanitärobjekten, die speziell für kleine Räume entwickelt werden. Z.B. Waschtische die sich sehr schön über Eck platzieren lassen. Ein anderes Beispiel: Ein Handwaschbecken mit geringer Tiefe kann mit einer seitlichen Armatur kombiniert werden. Dadurch hat die Mulde des Handwaschbeckens mehr Platz, ragt aber nicht so weit in den Raum hinein. Auch großformatige Fliesen mit weniger Fugen vergrößern den Raum optisch. Und Spiegel können wahre Wunder bewirken: Ein übergroßer Wandspiegel oder eine innen verspiegelte Tür suggerieren mehr Weite. Noch ein toller Trick: Lackspanndecken mit Spiegeleffekt wirken im Bad sehr edel und vergrößern zusätzlich.

  1. Gute Luft und schönes Licht: Besondere Maßnahmen für Bäder ohne Fenster

Viele Altbaubäder, gerade in Stadtwohnungen sind innen liegende Bäder ohne Fenster. Oft wurden sie nachträglich eingebaut und aus einem anderen Raum „herausgeschnitten“. Die Themen Licht und Luft spielen dann bei der Sanierung eine ganz besondere Rolle. Das Badezimmer ist ein Feuchtraum. Hier entsteht Wasserdampf, der sich im Raum verteilt und ein ideales Klima für Schimmelpilze und Bakterien schafft. Daher unbedingt eine Belüftungsanlage einbauen: Neue Modelle sind platzsparend, dezent gestaltet und geräuscharm und stören den Gesamteindruck des Bades damit überhaupt nicht mehr. Auch das fehlende Tageslicht kann man durch eine gute Lichtplanung ausgleichen: LED spots in der Decke, beleuchtete Spiegel oder stimmungsvolles indirektes Licht in Badmöbel integriert schaffen Atmosphäre und trösten über das fehlende Fenster hinweg. Wichtig: Im nassen Bad unbedingt auf sichere Leuchtmittel achten. Wie gut eine Leuchte Wasser verträgt, wird durch die Schutzklasse - auch "Schutzart" oder "IP-Klasse" angegeben.

  1. Hinter den Wänden zeigt sich der wahre Altbau: Veraltete Sanitärtechnik unbedingt erneuern.

Leitungen aus Kupfer oder Stahl haben eine Lebensdauer von ca. 30 Jahren. Beim Altbau ist hier also in jedem Falle Handlungsbedarf. Denn durch langen Gebrauch können Wasserleitungen korrodieren und es entstehen Ablagerungen. Deutschland hat gerade in Großstädten eine sehr hohe Kalkbelastung des Wassers. Dadurch wird das Material mit der Zeit porös, die Rohre reißen oder brechen. Abwasser versickert in der Wand, Schimmel und schlimme Wasserschäden im ganzen Haus können entstehen. Auch „tote Leitungen“, so genannte Stagnationsleitungen und alte Rohrbelüfter müssen unbedingt entfernt werden. Wir empfehlen vielen Kunden auch, eine Entkalkungsanlage bei der Sanierung gleich mit einbauen zu lassen.

  1. Hohe Decken, niedrige Türen: Eingangsbereich gleich mit sanieren.

Ein häufiges Phänomen im Altbau ist die geringe Höhe der Badezimmertür. Da das Bad meist nachträglich eingebaut wurde und nicht zum repräsentativen Teil der Wohnung gehörte, findet man hier natürlich nicht die sonst so typischen, großzügigen Flügeltüren wieder. Die Türen sind, damaligen Größen-Gegebenheiten geschuldet, oft nur zweckmäßige 170 cm hoch. Damit sich größere Personen nicht ducken müssen oder sich sogar den Kopf anstoßen, empfehlen wir bei einer Badsanierung meistens, Tür und Rahmen an den heutigen Größenstandard anzupassen und in diesem Zuge zu erneuern.

  1. Neue Fenster fürs neue Bad: Jetzt heißt es Vorsicht vor Schimmelbildung

In einem Altbau sind heutzutage noch häufig Doppelkastenfenster eingebaut, die eine kontinuierliche Luftzirkulation garantierten. Werden diese bei der Sanierung gegen neue, dichte Fenster ausgetauscht, fehlt durch die luftdichte Zusammensetzung der Wände die bisherige „natürliche“ Belüftung des Raumes. Es kann durch den Wasserdampf zu Stock- und Schimmelflecken kommen. Nach einer Altbau-Badsanierung informieren wir unsere Kunden daher häufig erstmal über ein korrektes Lüft- und Heizverhalten. Oft empfiehlt sich auch mineralischer Putz auf den Wänden für eine bessere Feuchtigkeitsaufnahme. Im Altbaubad hat der Mineralputz sogar noch einen besonderen Vorteil: Wenn man die alten, auf dicken Mörtel gesetzten Kacheln abnimmt und durch Putz ersetzt, kann man erstaunlich viel Platz gewinnen.

  1. Terrazo Böden sind Geschmackssache: Schönes erhalten oder richtig erneuern

In einer Vielzahl von Altbauwohnungen begegnen uns Terrazzo Böden. Terrazzo ist ein traditioneller Werkstoff aus Kalk oder Zement, mit bunten Gesteinssplittern durchzogen. In seiner schönsten Form wurde er in Handarbeit vor Ort hergestellt. Diese Böden möchte man bei einer Sanierung meist erhalten. In Kombination mit modernen Sanitärobjekten und z.B. schwarzen Armaturen entsteht ein ganz besonderer Look. In den funktionalen Bauten der Nachkriegszeit findet man den Terrazzo dagegen hauptsächlich als fertig geschliffene Formatplatte vor. Der Übergang vom Terrazzo zu den Wänden bildet oft eine Hohlkehle nach oben. Sollen neue Fliesen darauf verlegt werden, muss zunächst ein begradigender Haftgrund aufgebracht werden. Diese Ausgleichsmasse sorgt dafür, dass der Boden an jeder Stelle ein gleiches Höhenniveau erreicht und der neue Belag plan aufgebracht werden kann.

  1. Clever Raum dazugewinnen: Alte Speisekammern umfunktionieren

Früher war es in Wohnungen gängig, dass Bad und Küche aufgrund gemeinsamer Steigleitungen direkt nebeneinander geplant wurden. In Altbauten findet man oft auch noch Speisekammern an und neben der Küche, die nur durch dünne Wände vom Badezimmer abgetrennt sind. Heutzutage sind diese Speisekammern oftmals Platzverschwendung, bzw. sehr anfällig für Schimmelbildung. Denn durch neue luftdichte Wände und Fenster ist es auch in den Speisekammern nun wärmer als damals, wodurch sich oft Feuchtigkeit im Raum bildet und Lebensmittel schnell schlecht werden. Daher bietet es sich an, diesen wertvollen Platz anders zu nutzen. Kunden sind oft überrascht und begeistert, welche neuen Raummöglichkeiten sich ergeben, wenn wir die alte Speisekammer umfunktionieren und durch einen Wanddurchbruch zum Teil des Badezimmers machen.

  1. Schlackewände entfernen: Ein Aufwand, der sich doppelt lohnt.

Noch eine Tücke, die häufig bei Altbausanierungen zu Tage tritt, sind Schlackewände - dünne, nicht wirklich tragfähige Wände mit Schlackefüllung als Dämmung. Solche Wände sollten bei der Sanierung durch Trockenbauwände ersetzt werden, um sie auch wirklich belastbar nutzen zu können. Da aber Küche und Bad im Altbau häufig angrenzend aneinander liegen und nur durch diese dünnen Wände getrennt sind, kann ein Abbruch der alten, und das Einziehen der neuen Wand demnach nicht nur das Badezimmer betreffen, sondern auch die Küche in Mitleidenschaft ziehen. Gegebenenfalls muss die Küchenzeile dafür abmontiert, oder dort ein neuer Fliesenspiegel angebracht werden. Ein Aufwand, der sich aber durchaus lohnt: Denn mit einer neuen und tragfähigen Wand lässt sich jeder Gestaltungs- und Einrichtungswunsch unabhängig vom Gewicht in Bad UND Küche realisieren.