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Großprojekt Badsanierung – Expertentipps für Wohneigentümer und Sanierungswillige

Banovo weiß, worauf es bei einer erfolgreichen Baderneuerung ankommt!

Ein neues Bad ist kein einfaches Vorhaben. Unsere praktischen Expertentipps für ein komplett neues Badezimmer helfen Wohneigentümern den Überblick zu bewahren:

Frage: Frau Schenk, was stellen sich Kunden eigentlich vor, wenn sie mit ihrem Sanierungswunsch auf Sie zukommen?

Diana Schenk: Natürlich möchten alle Sanierungsinteressenten, egal ob handwerklicher Laie oder DIY-Liebhaber, ein perfektes neues Bad, das ihre Ansprüche und Wünsche erfüllt. Günstig und schnell erledigt soll das ganze natürlich werden, wobei kaum einer eine konkrete Vorstellung davon hat, wie eine Badsanierung eigentlich abläuft. Die meisten unterschätzen die finanzielle, zeitliche und bauliche Dimension des Vorhabens. Da müssen wir erstmal ein wenig Aufklärungsarbeit leisten.

Frage: Wie sieht die aus?

Diana Schenk: Meistens geht es erstmal darum, den Leuten ein Gefühl fürs Finanzielle zu geben. Die Kosten für eine komplette Badsanierung variieren stark in Abhängigkeit von der Größe des Bades, den vorhandenen Rohren und Leitungen, den gewünschten Funktionsbereichen und dem Ausstattungsniveau. Ab ca. 20.000 € aufwärts sollte man für die Komplettsanierung eines durchschnittlichen Badezimmers aber durchaus einplanen.

Zweiter wichtiger Punkt ist der zeitliche Aspekt bzw. einfach der Umfang des Projektes: Mit 2-3 Monaten von der Planung und Vorbereitung, über die aufwändigen Bauarbeiten bis zur Übergabe des schlüsselfertigen Bades sollte man mindestens rechnen. Vor allem für eine individuelle Planung sollte man sich im Vorfeld ausreichend Zeit nehmen, um später Fehler zu vermeiden.

Frage: Welche Fehler meinen Sie?

Diana Schenk: Oft wird bei der Planung zu wenig berücksichtigt, wer das Bad eigentlich nutzt. Dabei hat das große Auswirkungen auf Gestaltung und Auswahl der Ausstattung. Ein Haushalt mit kleinen Kindern braucht z.B. eher eine Badewanne, als eine begehbare Dusche. Ein schicker Einzelwaschtisch, an dem sich morgens aber 4 Personen gleichzeitig die Zähne putzen wollen, ist sicher auch nicht sinnvoll. Oder eine großzügige Badewanne, die in einem kleinen Bad zu viel Platz für eigentlich wichtigen Stauraum wegnimmt.

Frage: Klingt nach einem dringend nötigen „Reality-Check“ bevor es losgeht mit der Planung.

Diana Schenk: Absolut. Viele Leute wünschen sich Bäder, wie Sie sie in Design- und Einrichtungsmagazinen sehen. Oft ist ein ausgefallenes Design aber überhaupt nicht mit den alltäglichen Anforderungen an ein normales Badezimmer vereinbar. Das Ergebnis eines zu designorientierten Ansatzes ist schön, aber oftmals im Alltag unpraktisch. Funktion muss definitiv mit dem Design Hand in Hand gehen, sonst besteht das Bad den Alltagstest nicht.

Frage: Wer sich so ausführlich Gedanken gemacht hat, kann aber dann theoretisch auf eigene Faust loslegen, oder?

Diana Schenk: Natürlich kann man sich im DIY Verfahren alle nötigen Produkte vom WC über Fliesen bis zu Armaturen günstig Online oder im Sanitärfachhandel aussuchen und kaufen. Allerdings hat kaum einer den Überblick über die Vielzahl an Produkten oder welche davon sich im individuellen Fall am besten eignen. Auch wie die räumlichen Gegebenheiten sind, die exakten Maße, der Verlauf der Leitungen, so dass alles am Ende zusammenpasst – das kann eigentlich nur ein Profi korrekt planen. Und bei einer professionellen Planung geht es ja nicht nur darum, die passenden Produkte auszusuchen. Eine sinnvolle Raumaufteilung muss gefunden werden, gerade für kleine Räume oder Bäder mit Dachschrägen. Manchmal kann man durch den Einzug von Trockenbauwänden oder durch Durchbrüche zu angrenzenden Räumen den Grundriss komplett verändern und optimieren. Darauf kommt der Laie auf Anhieb meistens nicht.

Frage: Das klingt tatsächlich nach ziemlich viel, an was man denken muss….

Diana Schenk: Das Thema Lichtplanung ist auch so ein Punkt, der häufig vergessen wird. Das richtige Licht im Bad sorgt nicht nur für die gewünschte Atmosphäre. Es muss auch so gesetzt sein, dass die Funktionsbereiche, also dort wo man Licht braucht, entsprechend gut ausgeleuchtet sind. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Bäder häufig früh am Morgen, spätabends oder auch nachts genutzt werden, wenn wenig oder kein Tageslicht vorhanden ist. Viele Bäder, gerade in Stadtwohnungen sind innen liegende Bäder ohne Fenster. Hier wirkt falsches oder unzureichendes Licht nicht nur schnell trist und düster, es erschwert auch die Nutzung z.B. beim Schminken oder Rasieren. Vielleicht wünscht man sich aber auch ein Leselicht bei der Badewanne oder möchte bestimmte Bereiche im Bad besonders in Szene setzen. Es gibt heute tolle Beleuchtungskonzepte speziell für Bäder mit direktem und indirektem Licht, aber das ist für sich schon ein umfassendes Thema….

Wichtig: Oft wird der Sicherheitsaspekt vergessen! Im Bad kann es nass werden. Entsprechend wichtig ist es, dass hier nur Leuchtmittel verwendet werden, die vor Wasser geschützt sind.

Frage: So viele Details und wir sind gerade mal bei der Badplanung. Wenn es dann an die Umsetzung geht, wird es nicht weniger komplex. Oder Herr Thomas?

Christian Thomas: Ganz im Gegenteil. Eine professionelle Badplanung ist die Grundlage für eine gelungene Umsetzung. Aber bevor es richtig losgeht, sollte man unbedingt auch ein professionelles und detailliertes Aufmaß erstellen lassen. Häufig sind bestehende Grundrisspläne sehr alt und nicht akkurat. Auf die darf man sich nicht verlassen. Besonders bei kleinen Bädern kommt es später auf den Zentimeter an. Es ist extrem ärgerlich, wenn die bestellte oder sogar sonderangefertigte Ware nicht passt, z.B. die Badewanne oder ein Waschtisch zu groß ist. Oft wird auch der Öffnungsradius der Tür bei der Planung nicht berücksichtigt. Viele Türen öffnen sich nach innen und stoßen dann an Toilette, Duschabtrennung oder Waschtischanlage.

Frage: Aber hinter die Wände kann man natürlich nicht schauen. Da gibt es sicher auch einiges zu beachten?

Christian Thomas: Jedes Bad ist natürlich Teil eines bestehenden Gebäudes, das die unterschiedlichsten baulichen Merkmale mit sich bringt. Der Zustand der Elektro- und Wasserleitungen zeigt sich allerdings tatsächlich oft erst nach der Demontage des alten Bades. Durch langen Gebrauch können Wasserleitungen korrodieren und es entstehen Ablagerungen, d.h. das Material wird porös, die Rohre reißen oder brechen. Abwasser versickert in der Wand, Schimmel und schlimme Wasserschäden im ganzen Haus können entstehen. Grundsätzlich kann man bei Wasserleitungen aus Kupfer oder Stahl von einer Lebensdauer von ca. 30 Jahren ausgehen. Es empfiehlt sich also bei einer Badsanierung alte Leitungen und Rohre in jedem Fall auszutauschen, auch wenn sie noch einigermaßen intakt sind.

Frage: Einen Wasserschaden durch poröse Leitungen will niemand haben, das stimmt. Zumal Schimmel ja gesundheitlich sehr bedenklich wird.

Christian Thomas: Schimmel entsteht aber nicht nur durch Wasserschäden. Es gibt gerade in Großstädten mit Altbauten noch sehr viele innenliegende Badezimmer ohne Fenster. Wer hier den Bau einer geeigneten Belüftungsanlage versäumt, kann große Probleme bekommen: Durch ein dauer-feuchtes Raumklima entstehen Schimmelpilze und Bakterien, die einen unangenehmen, muffigen Geruch, sowie eklige Flecken im Bad verursachen und sogar gesundheitsgefährdende Konsequenzen haben können.

Frage: Bauseitig gibt es also auch viele Fehlerquellen. Auf was sollte man noch achten?

Christian Thomas: Im Badezimmer entstehen ja jede Menge Geräusche, z.B. durch rauschendes Wasser. Wenn man die im Nachbarzimmer hört, kann das für alle Beteiligten störend oder auch unangenehm sein. Was vielen nicht bekannt ist, sind so genannte Vorwandinstallationen. Diese sind perfekt geeignet, um Schall zu minimieren. Hierbei werden Montagerahmen vor die eigentliche Wand gesetzt, die ganze Technik kann darin „versteckt“ eingebaut werden. Einbauelemente wie Spülkästen, Badewannen, sowie Rohrleitungen lassen sich zudem mit Schaum-Ummantelung gut dämmen, der Wasserlauf ist dadurch viel leiser.

Wasserdruck ist auch ein großes Thema. Die meisten Menschen wünschen sich für ihr neues Badezimmer eine schicke Regenbrause in der Dusche. Doch hat die Duschbrause zu wenig Wasserdruck, ist das Vergnügen stark eingeschränkt. Auch eine Badewannenfüllung kann sehr lang dauern oder zu wenig Warmwasser bekommen, wenn die Leitung nicht richtig versorgt wird. Die Badeinrichtung muss also den Gegebenheiten der Wasserversorgung, sprich der bestehenden Leitungsführung optimal angepasst werden. Dafür braucht es aber definitiv Erfahrung und Kenntnis der Statik.

Frage: Das klingt alles, als seien hier viele verschieden Profis nötig, um ein Bad als Ganzes erfolgreich zu sanieren. Welche Handwerker brauche ich denn konkret?

Christian Thomas: Bei einer Badsanierung kommen viele verschiedene Gewerke zusammen. Vom Trockenbauer, über Fliesenleger, Installateure und Elektriker bis hin zum Maler. Die einzelnen Arbeitsschritte bauen aufeinander auf, oftmals greifen sie auch ineinander oder sind nicht ganz trennscharf aufzuteilen. Umso wichtiger ist eine gute Abstimmung und Koordination der beteiligten Handwerker. Das beginnt schon mit der Einführung in das Bauvorhaben, bei der bestenfalls Vorgespräche mit allen beteiligten Handwerkern geführt werden. Nur wenn alle das gleiche Ziel vor Augen haben, die Planung kennen und die Besonderheiten des Bades, wird ein Schuh draus. Für eine Privatperson, die die Badsanierung in Eigenregie durchführt und alle Gewerke einzeln beauftragt, sicher kein leichtes Unterfangen. Ein professioneller Bauleiter, der die Sanierung beaufsichtigt und koordiniert, sorgt für einen reibungslosen Ablauf. Spätestens im Falle der Gewährleistung ist eine klare Definition der Verantwortlichkeiten unbedingt notwendig. Für mich ist das ein klarer Punkt für Komplettanbieter wie Banovo: Hier hat der Kunde EINEN professionellen Ansprech- und Vertragspartner und bekommt sein komplettes neues Bad aus einer Hand.

Vielen Dank für das Interview.